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Peter-Henlein-Preis
FRANKEN · 2026
Prof. Dr. Oliver Mauroner, Professor an der Hochschule Hof und Mitglied der Jury des Peter-Henlein-Preises 2026

Foto: Hochschule Hof

Jury 2026 · Hof / Oberfranken

Prof. Dr. Oliver Mauroner

Professor für Technologieorientiertes Innovations- und Gründungsmanagement

Hochschule Hof

Prof. Dr. Oliver Mauroner an der Hochschule Hof
Zur Person

Prof. Dr. Oliver Mauroner

Prof. Dr. Oliver Mauroner ist Professor für Technologieorientiertes Innovations- und Gründungsmanagement an der Hochschule Hof. Er forscht und lehrt an der Schnittstelle von Kreativität, Innovation und Entrepreneurship.

Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Frage, wie kreative Ideen entstehen, weiterentwickelt und in Innovationen und neue Geschäftsmodelle überführt werden können. Dabei beschäftigt er sich insbesondere mit Design Thinking, Hackathons, Makerspaces und Open Innovation.

Zuvor war Mauroner Professor für Zukunftsorientiertes Management im Mittelstand an der Hochschule Mainz sowie Juniorprofessor für Innovations- und Kreativmanagement an der Bauhaus-Universität Weimar. Über zwölf Jahre arbeitete er bei der Fraunhofer-Gesellschaft im Technologie- und Innovationstransfer. Weitere berufliche Stationen führten ihn zu Daimler und zum Mitteldeutschen Rundfunk.

Mauroner studierte Wirtschaftsinformatik an der Technischen Universität Ilmenau und promovierte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Hochschule Hof

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Die Hochschule Hof verbindet angewandte Lehre, Forschung, Gründung und Technologietransfer. Prof. Dr. Oliver Mauroners Arbeit richtet den Blick besonders auf den Weg von der ersten Idee über die Entwicklung bis zur möglichen Anwendung oder Gründung.
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Perspektive für die Jury

Von der kreativen Idee zum nächsten Entwicklungsschritt

Viele Einreichungen für den Peter-Henlein-Preis stehen an einer entscheidenden Stelle. Eine Idee ist bereits erkennbar. Ein erster Versuch oder Prototyp ist vorhanden. Offen ist, wie daraus eine belastbare Anwendung, ein Geschäftsmodell oder ein weiterer Entwicklungsschritt entstehen kann.

Prof. Dr. Oliver Mauroner bringt dafür wissenschaftliche und praktische Erfahrung aus Kreativitätsforschung, Innovationsmanagement, Gründung und Technologietransfer in die Jury ein. Seine Perspektive ist besonders dort wichtig, wo eine Idee noch früh ist, ihr Entwicklungspotenzial aber bereits sichtbar wird.

Im Gespräch

Potenzial erkennen, bevor es alle anderen sehen

Im schriftlichen Gespräch erläutert Prof. Dr. Oliver Mauroner, warum Innovation nicht auf Hochtechnologie und Start-ups beschränkt werden darf, woran sich das Potenzial einer noch frühen Idee erkennen lässt und weshalb ein Innovationspreis mehr leisten kann als eine Auszeichnung.

Wo wird die öffentliche Diskussion über Innovation zu eng geführt?
Wir neigen dazu, Innovation mit spektakulären Technologien wie künstlicher Intelligenz, Quantentechnologien oder Biotechnologie zu verbinden. Innovation findet aber sehr viel breiter statt. Sie entsteht im Handwerk, im Bauwesen, in der Landwirtschaft, in mittelständischen Unternehmen oder im ganz normalen Alltag. Neue Geschäftsmodelle, intelligentere Prozesse, eine bessere Nutzerfreundlichkeit oder eine neue Kombination vorhandener Lösungen können mindestens ebenso innovativ sein.
Woran lässt sich erkennen, ob eine frühe Idee mehr ist als ein interessanter Einfall?
Interessant wird es dort, wo Originalität auf ein relevantes Problem trifft und die Beteiligten bereit und in der Lage sind, ihre Annahmen systematisch zu testen. Bei einem Preis, der bewusst früh im Innovationsprozess ansetzt, sollte man nicht verlangen, dass die Unsicherheit bereits beseitigt ist. Man sollte aber erkennen können, dass es sich lohnt, diese Unsicherheit weiter zu erkunden.
Was braucht eine Idee nach einer Auszeichnung?
Frühphasige Ideen brauchen selten einfach nur mehr Förderung. Sie brauchen die jeweils richtige Ressource zum richtigen Zeitpunkt. Das können technisches Wissen, ein Testort, ein Anwendungspartner, Zugang zu einer Fertigungsmöglichkeit, regulatorische Beratung oder der erste Kontakt zu einem potenziellen Kunden sein. Ein Preis kann deshalb vor allem Türen öffnen und einer Idee Zugang zu den Ressourcen ermöglichen, die sie für ihren nächsten Schritt tatsächlich benötigt.

„Vielleicht ist das Netzwerk selbst das eigentliche Innovationszentrum."

Für Mauroner muss ein fränkisches Innovationsökosystem nicht an einem einzigen zentralen Ort entstehen. Entscheidend ist ein dichtes Netz zwischen Hochschulen, Unternehmen, Handwerksbetrieben, Forschungseinrichtungen, Werkstätten, Museen und weiteren Kompetenzorten. Innovation entsteht häufig dort, wo Menschen aus unterschiedlichen Bereichen tatsächlich miteinander in Verbindung kommen.

Ausgewählte Passagen aus dem Interview mit Prof. Dr. Oliver Mauroner.